Global Health (früher Foyer): Tarife und Zonen
Global Health, bis Anfang 2026 Foyer Global Health: die drei Tarifstufen, das Fünf-Zonen-Modell und die Moratoriumsklausel. Wir vermitteln den Tarif und sagen auch, wo er nicht passt.
Von Lukas, Berater

Inhaltsverzeichnis8 Kapitel
- 01Deckung ohne Höchstsumme, aber mit Sublimits
- 02Die drei Tarifstufen
- 03Das Fünf-Zonen-Modell verstehen
- 04Was Global Health kostet
- 05Die Moratoriumsklausel: der eigentliche Unterschied
- 06Service und Abwicklung
- 07Vertragslaufzeit und Kündigung
- 08Wo Global Health nicht passt
- ★Passt Global Health zu dir?
- FAQHäufige Fragen
Global Health kommt aus Luxemburg und gehört zur Foyer-Gruppe, dem größten Versicherer des Landes. Bis Februar 2026 hieß der Anbieter Foyer Global Health, unter diesem Namen ist er vielen noch geläufig. In der internationalen Krankenversicherung steht er vor allem für eines: eine Deckung ohne Höchstsumme.
Das ist mehr als ein Marketingargument. Die allermeisten internationalen Krankenversicherungen begrenzen ihre Leistung auf einen Betrag pro Jahr, oft zwischen einer und fünf Millionen Euro. Für nahezu jeden Krankheitsverlauf reicht das. Bei sehr langen Intensivverläufen oder teuren Dauertherapien kann diese Grenze aber zum Thema werden, und genau dort liegt der Unterschied.
Wir vermitteln Global Health. Auf dieser Seite steht deshalb nicht nur, was der Tarif kann, sondern auch, wo seine Schwächen liegen.
Deckung ohne Höchstsumme, aber mit Sublimits
Der zentrale Punkt zuerst, weil er oft missverstanden wird. Global Health kennt in diesen Tarifen keine Versicherungshöchstsumme pro Jahr. Was der Tarif abdeckt, deckt er ohne Deckel ab.
Das heißt aber nicht, dass alles unbegrenzt erstattet wird. Für einzelne Leistungsarten gibt es Sublimits, also Obergrenzen innerhalb des Schutzes, etwa bei Zahnbehandlung, Vorsorge oder alternativen Heilmethoden. Der Kern, also stationäre Behandlung, Operationen und Arztbesuche, läuft ohne diese Begrenzung.
Für dich heißt das praktisch: Beim großen Ernstfall, der teuer und langwierig wird, greift der Schutz ohne Obergrenze. Bei den kleinen, laufenden Dingen lohnt der Blick in die Leistungstabelle.
Die drei Tarifstufen
Global Health staffelt in drei Stufen. Der Unterschied liegt im Umfang der abgedeckten Leistungen und in der Höhe der Sublimits, nicht in der grundsätzlichen Deckungslogik.
Essential
Der Grundschutz: stationäre Behandlung, Operationen, Arztbesuche und Notfälle inklusive Rücktransport. Damit ist das abgedeckt, was im Ernstfall wirklich teuer wird.
Für gesunde Auswanderer, die den großen Schaden absichern und Alltägliches selbst tragen wollen, ist das die sinnvolle Basis.
Special
Die mittlere Stufe erweitert die Leistungen spürbar und hebt die Sublimits an. Vorsorge, weitergehende ambulante Leistungen und Therapien kommen dazu.
Das ist die Stufe, bei der die meisten unserer Kunden landen, weil sie den Ernstfall abdeckt, ohne dass man bei jedem Arztbesuch rechnen muss.
Exclusive
Die höchste Stufe mit den weitesten Grenzen bei Zahnbehandlung, Vorsorge und Zusatzleistungen. Sinnvoll für alle, die Wert auf umfassende Versorgung legen oder mit Familie im Ausland leben.
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Das Fünf-Zonen-Modell verstehen
Global Health teilt die Welt in fünf Preiszonen, sortiert nach dem Kostenniveau der dortigen Gesundheitssysteme. Der entscheidende Mechanismus, den viele übersehen: Die Zonen sind aufwärts inklusiv. Wer sich in Zone drei versichert, ist automatisch auch in allen Ländern der Zonen vier und fünf versichert.
Für Auswanderer mit festem Zielland heißt das: Wähle die Zone deines Ziellandes. Für digitale Nomaden, die viel unterwegs sind, lohnt es sich oft, eine Zone höher zu gehen, weil damit fast die ganze Welt abgedeckt ist.
- Zone 1: USA. Mit Abstand die teuerste Zone, oft ein Vielfaches der übrigen.
- Zone 2: Hongkong und Israel.
- Zone 3: Spanien, Schweiz, Thailand, Japan, Kanada, Großbritannien, China, Singapur, Brasilien, Mexiko, Griechenland.
- Zone 4: Deutschland, Österreich, Portugal, Zypern, Italien, Frankreich, Niederlande, die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien, Indonesien, Malaysia, Kolumbien, Südafrika.
- Zone 5: Bulgarien, Kroatien, Georgien, Polen, Rumänien, Ungarn, Tschechien, Serbien, Ukraine.
Was Global Health kostet
Vier Stellschrauben bestimmen den Beitrag: Zone, Tarifstufe, dein aktuelles Alter und die Selbstbeteiligung. Letztere ist der Hebel, den viele unterschätzen. Zwischen null und 1.000 Euro Selbstbeteiligung im Jahr liegen rund 35 Prozent Beitragsunterschied.
Grobe Größenordnung: In Zone vier, also unter anderem Deutschland, Portugal, Zypern und den Emiraten, liegt der Einstieg für jemanden Mitte 30 im Bereich von 150 bis 200 Euro im Monat. In Zone drei, etwa Spanien oder Thailand, eher bei 180 bis 250. Mit USA-Deckung wird es ein Vielfaches davon.
Für dein konkretes Profil rechne es im Beitragsrechner durch, dort sind Zone, Alter und Selbstbeteiligung einstellbar.
Die Moratoriumsklausel: der eigentliche Unterschied
Chronische Vorerkrankungen werden auch bei Global Health ausgeschlossen, das ist Branchenstandard. Global Health gehört aber zu den wenigen europäischen Anbietern, die eine Moratoriumsklausel anbieten, und das ist für manche Situationen entscheidend.
Vereinfacht gesagt: Statt eine Vorerkrankung dauerhaft auszuschließen, wird sie zunächst nicht mitversichert. Bleibt sie über einen definierten Zeitraum ohne Behandlung, Beschwerden und Medikation, kann sie in den Schutz hineinwachsen. Was genau gilt, steht in den Vertragsbedingungen und sollte vor Abschluss geklärt werden.
Wer eine ausgeheilte oder länger zurückliegende Erkrankung in der Vorgeschichte hat, sollte diesen Weg kennen. Mehr dazu steht im Ratgeber zur Moratoriumsklausel.
Bei deutlichem Übergewicht kann es zu Risikoaufschlägen kommen, deren Höhe individuell vom BMI abhängt.
Service und Abwicklung
Global Health ist rund um die Uhr erreichbar. Innerhalb der Geschäftszeiten wird auf Deutsch, Englisch und Französisch bedient, maßgeblich ist die bei Vertragsabschluss gewählte Sprache. Außerhalb der Öffnungszeiten übernimmt ein Partnerunternehmen, dort läuft die Kommunikation häufig auf Englisch.
In der Regel musst du nicht in Vorleistung gehen: Global Health rechnet direkt mit Arzt oder Krankenhaus ab, und es gibt eine digitale sowie physische Karte für die Zahlung vor Ort.
Bei der Rechnungsbearbeitung ist Global Health gründlich, was Zeit kostet und gelegentlich Nachweise erfordert. Eine eigene App gibt es nicht, Belege reichst du per E-Mail oder über das Webportal ein. Wer eine reine App-Abwicklung erwartet, wird hier nicht glücklich.
Vertragslaufzeit und Kündigung
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zwölf Monate. Für kurze Auslandsaufenthalte ist Global Health damit nicht die passende Lösung, dafür gibt es Anbieter mit dreimonatiger Mindestlaufzeit.
Gekündigt wird spätestens 30 Tage vor der Vertragserneuerung. Wer zum 1. Januar abgeschlossen hat, muss die Kündigung also bis zum 1. Dezember einreichen. Diese Frist ist knapper als bei deutschen Verträgen üblich, deshalb lohnt eine Notiz im Kalender.
Wo Global Health nicht passt
Auch hier die ehrliche Gegenseite:
- Kurze Aufenthalte: Zwölf Monate Mindestlaufzeit machen den Tarif für ein halbes Jahr Auszeit unattraktiv.
- App-Erwartung: Es gibt kein eigenes App-Ökosystem. Wer alles vom Handy aus erledigen will, ist woanders besser aufgehoben.
- Tempo bei der Erstattung: Global Health prüft gründlich. Das ist solide, aber nicht schnell.
- Chronische Vorerkrankungen: Sie bleiben ausgeschlossen. Die Moratoriumsklausel hilft bei zurückliegenden, nicht bei laufenden Erkrankungen.
Passt Global Health zu dir?
Wenn du dauerhaft ins Ausland gehst, maximale Deckung ohne Höchstsumme willst und eine zurückliegende Erkrankung in der Vorgeschichte hast, ist Global Health eine der stärksten Optionen am Markt. Wenn du nur wenige Monate weg bist oder alles per App erledigen willst, passt ein anderer Anbieter besser.
Wir vermitteln Global Health und ebenso die Alternativen. Was in deiner Situation die richtige Wahl ist, klären wir in einem Gespräch, kostenlos und ohne Verpflichtung.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Antworten kompakt zusammengefasst.
Hat Global Health eine Versicherungshöchstsumme?
Nein. Die Deckung ist nach oben offen, das unterscheidet Global Health von den meisten Wettbewerbern. Für einzelne Leistungsarten wie Zahnbehandlung oder Vorsorge gibt es aber Sublimits, also Obergrenzen innerhalb des Schutzes.
Wie funktionieren die fünf Zonen von Global Health?
Die Zonen bilden das Kostenniveau der Gesundheitssysteme ab, Zone eins ist die USA und damit die teuerste. Wichtig: Sie sind aufwärts inklusiv. Wer in Zone drei versichert ist, ist automatisch auch in allen Ländern der Zonen vier und fünf versichert. Für Vielreisende lohnt deshalb oft eine höhere Zone.
Was kostet Global Health im Monat?
Das hängt an Zone, Tarifstufe, Alter und Selbstbeteiligung. In Zone vier, also unter anderem Deutschland, Portugal und den Emiraten, liegt der Grundschutz für jemanden Mitte 30 grob bei 150 bis 200 Euro im Monat. Eine Selbstbeteiligung von 1.000 Euro im Jahr senkt den Beitrag um rund 35 Prozent.
Was ist die Moratoriumsklausel bei Global Health?
Eine Alternative zum dauerhaften Ausschluss von Vorerkrankungen. Die betreffende Erkrankung ist zunächst nicht mitversichert, kann aber in den Schutz hineinwachsen, wenn sie über einen definierten Zeitraum ohne Behandlung, Beschwerden und Medikation bleibt. Global Health ist einer der wenigen europäischen Anbieter, die das anbieten. Die genauen Bedingungen gehören vor Abschluss geklärt.
Wie lange läuft der Vertrag mindestens?
Zwölf Monate. Gekündigt wird spätestens 30 Tage vor der Vertragserneuerung, bei Abschluss zum 1. Januar also bis zum 1. Dezember. Für kürzere Auslandsaufenthalte gibt es passendere Anbieter.
Gibt es bei Global Health eine App?
Nein. Rechnungen reichst du per E-Mail oder über das Webportal ein, dort siehst du auch den Status. Die Zahlung vor Ort läuft über eine digitale oder physische Karte, in der Regel ohne dass du in Vorleistung gehen musst.
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