PassportCard 2026: Tarife, Debitkarte und Kosten
PassportCard im Überblick: die drei Tarife, das Debitkarten-Prinzip, Leistungen und Grenzen. Wir vermitteln den Tarif und sagen dir auch, wo er nicht passt.
Von Lukas, Berater
Kurz & direkt
PassportCard ist eine internationale Krankenversicherung mit einem Prinzip, das sonst kein Anbieter am deutschen Markt bietet: Du bekommst eine Debitkarte, mit der du beim Arzt direkt bezahlst, statt Rechnungen vorzustrecken und auf Erstattung zu warten. Es gibt drei Tarife mit Jahreshöchstbeträgen von einer bis fünf Millionen Euro. Versichert wird bis 64 Jahre, chronische Vorerkrankungen sind ausgeschlossen. Für digitale Nomaden und Auswanderer, denen schnelle Abwicklung wichtiger ist als der letzte Euro Beitrag, ist das oft eine gute Wahl.

Inhaltsverzeichnis9 Kapitel
- 01Das Prinzip: bezahlen statt vorstrecken
- 02PassportCard Erfahrungen: was im Alltag auffällt
- 03Die drei Tarife im Überblick
- 04Was PassportCard kostet
- 05Wie die Regionen funktionieren
- 06Service und Abwicklung
- 07Vorerkrankungen und Gesundheitsprüfung
- 08Wo PassportCard nicht passt
- 09Wer hinter PassportCard steht
- ★Passt PassportCard zu dir?
- FAQHäufige Fragen
PassportCard fällt in der internationalen Krankenversicherung aus dem Rahmen, und zwar wegen einer Karte. Statt Arztrechnungen vorzustrecken und Wochen auf die Erstattung zu warten, zahlst du direkt mit einer Debitkarte, die der Versicherer im Moment der Behandlung auflädt.
Das klingt nach einem Detail, ist im Alltag aber der Unterschied zwischen einer entspannten und einer unangenehmen Behandlung. Wer schon einmal in einer thailändischen Privatklinik gestanden hat, während die Rezeption eine Kreditkarte für eine vierstellige Anzahlung verlangt, weiß, wovon hier die Rede ist.
Wir vermitteln PassportCard und kennen deshalb nicht nur die Broschüre, sondern auch die Fälle, in denen es hakt. Auf dieser Seite steht beides: was der Tarif kann und wo seine Grenzen liegen.
Das Prinzip: bezahlen statt vorstrecken
Bei den meisten internationalen Krankenversicherungen läuft es so: Du gehst zum Arzt, bezahlst selbst, reichst die Rechnung ein und bekommst das Geld nach einigen Tagen oder Wochen zurück. Bei größeren Beträgen bedeutet das, mehrere tausend Euro zwischenfinanzieren zu müssen.
PassportCard dreht das um. Du bekommst eine Debitkarte, digital und auf Wunsch physisch. Bei der Behandlung meldest du dich über die App oder per WhatsApp, der Betrag wird auf die Karte geladen, und du bezahlst damit direkt beim Arzt, in der Apotheke oder im Krankenhaus. Es fließt kein eigenes Geld.
Am deutschen Markt ist PassportCard damit derzeit der einzige Anbieter für internationale Krankenversicherung mit diesem Modell. Andere Versicherer rechnen zwar teilweise direkt mit Kliniken ab, aber das funktioniert nur bei Häusern im Netzwerk und nicht beim Zahnarzt um die Ecke.
PassportCard Erfahrungen: was im Alltag auffällt
Im Alltag fällt PassportCard durch die Karte auf. Du meldest die Behandlung in der App oder per WhatsApp, der Betrag wird geladen, und du zahlst vor Ort, ohne eigenes Geld vorzustrecken.
Auf der anderen Seite steht eine klare Grenze: Versichert wird bis 64 Jahre, und chronische Vorerkrankungen bleiben ausgeschlossen. Der deutsche Vertrag läuft über die PassportCard Europe GmbH in Hamburg, das Risiko tragen AWP als Allianz-Gesellschaft und der französische Versicherer VyV/MGEN. Wer älter ist oder eine laufende Erkrankung hat, ist mit einem anderen Tarif besser bedient. Die drei Stufen im Einzelnen:
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Die drei Tarife im Überblick
PassportCard bietet drei Stufen an. Der wichtigste Unterschied liegt nicht im Beitrag, sondern im Jahreshöchstbetrag und in dem, was bei Zahnbehandlung und Mutterschaft abgedeckt ist.
Expat Basic
Der Einstieg, mit einem Jahreshöchstbetrag von einer Million Euro und Unterbringung im Zweibettzimmer. Ambulante und stationäre Behandlung, Notfälle und Rücktransport sind abgedeckt. Zahnleistungen und Vorsorge sind es nicht.
Für gesunde, jüngere Auswanderer, die den Schutz für den Ernstfall wollen und laufende Zusatzleistungen selbst tragen, reicht das oft aus.
Expat Comprehensive
Die mittlere Stufe mit 3,5 Millionen Euro im Jahr. Krebsbehandlungen sind vollständig abgedeckt, Transplantationen bis 250.000 Euro über die gesamte Vertragsdauer. Mutterschaft ist mit 5.000 Euro enthalten, Komplikationen mit bis zu 100.000 Euro.
Zahnleistungen lassen sich hier als Zusatzbaustein ergänzen, entweder bis 2.000 Euro im Jahr für Kontrollen und einfache Füllungen oder bis 5.000 Euro inklusive Kronen und Implantaten.
Executive
Die höchste Stufe mit fünf Millionen Euro im Jahr und Einzelzimmer im Krankenhaus. Krebs und Transplantationen sind vollständig abgedeckt, Mutterschaft mit 25.000 Euro und unbegrenzter Deckung für Komplikationen.
Zahnleistungen bis 5.000 Euro pro Jahr sind hier bereits enthalten, es braucht keinen Zusatzbaustein. Auch Hör- und Sehhilfen sowie umfangreiche Vorsorge sind eingeschlossen.
Was PassportCard kostet
Der Beitrag hängt vor allem an drei Dingen: deinem Zielland, deinem Alter und der gewählten Tarifstufe. Die Spannen sind erheblich. In Europa liegt der Einstieg für jemanden Mitte 30 grob im Bereich von 200 bis 250 Euro im Monat, in der höchsten Stufe eher bei 350 bis 400. Mit Deckung für die USA vervielfacht sich das.
Eine Besonderheit: PassportCard rechnet bei USA-Deckung in US-Dollar ab, nicht in Euro. Bei allen anderen Regionen bleibt es beim Euro.
Wenn du es für dein Zielland und dein Alter genauer wissen willst, rechne es im Beitragsrechner durch. Dort siehst du die Spanne für dein Profil über alle Leistungsniveaus.
Wie die Regionen funktionieren
Statt eines einzigen Weltpreises arbeitet PassportCard mit Regionen, deren Preisniveau die Behandlungskosten vor Ort abbildet. Thailand und die Vereinigten Arabischen Emirate haben dabei jeweils eine eigene Kategorie, weil sich ihre Kostenstruktur nicht sauber in die übrigen Zonen einordnen lässt.
- Region 1: Hongkong, Singapur, China, Südkorea, Taiwan.
- Region 2: Großbritannien, Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Mexiko, Brasilien und die Karibik.
- Region 3: Deutschland und die EU, dazu Israel, Island, die Schweiz, die Türkei und Indonesien.
- Region 4 und 5: Afrika, Süd- und Mittelamerika sowie große Teile Asiens.
- Vereinigte Arabische Emirate und Thailand: jeweils eigene Kategorie.
- Weltweit inklusive USA: die teuerste Variante, in US-Dollar abgerechnet.
Service und Abwicklung
PassportCard ist rund um die Uhr erreichbar, telefonisch, über WhatsApp und per E-Mail. Der entscheidende Punkt dabei: Die Bearbeitung läuft im eigenen Haus, es ist kein Assistance-Dienstleister zwischengeschaltet. Wer schon einmal nachts in einem fremden Land bei einer Partnerfirma gelandet ist, die den Vertrag nicht kennt, weiß den Unterschied zu schätzen.
Der Kundenservice arbeitet deutsch- und englischsprachig. Wenn du auf Deutsch anfragst, bekommst du auch auf Deutsch Antwort, und zwar erfahrungsgemäß zuverlässig, nicht nur zu Bürozeiten in Mitteleuropa.
Rechnungen reichst du über die App ein, per WhatsApp oder per E-Mail. In der App siehst du den Stand deines Schutzes und den Status eingereichter Belege.
Vorerkrankungen und Gesundheitsprüfung
Vor Abschluss steht eine medizinische Gesundheitsprüfung. Chronische Vorerkrankungen werden ausgeschlossen, das ist bei internationalen Krankenversicherungen der Normalfall und kein Sonderweg von PassportCard.
Zwei Punkte sprechen hier trotzdem für den Anbieter. Erstens ist PassportCard bei manchen Krankheitsbildern kulanter als andere. Zweitens, und das ist der eigentlich interessante Teil: Risikozuschläge lassen sich später wieder abbauen.
Ein Beispiel aus der Praxis: Wer wegen deutlichem Übergewicht einen Zuschlag von zehn bis zwanzig Prozent zahlt, kann nach einer Gewichtsreduktion ein ärztliches Attest einreichen und zahlt danach wieder den regulären Beitrag. Bei vielen Wettbewerbern bleibt ein einmal gesetzter Zuschlag für die Vertragsdauer bestehen.
Wo PassportCard nicht passt
Kein Tarif passt für alle, und bei einem Vermittler solltest du erwarten, dass er auch die Grenzen benennt. Diese drei sind die wichtigsten:
- Altersgrenze: Versichert wird bis 64 Jahre. Wer später auswandert oder im Ruhestand ins Ausland geht, braucht einen Anbieter mit höherem Eintrittsrahmen.
- Jahreshöchstbetrag: Anders als bei manchen Wettbewerbern gibt es eine Obergrenze, je nach Tarif eine bis fünf Millionen Euro pro Jahr. Für die allermeisten Verläufe reicht das weit, wer aber bewusst einen Schutz ohne Höchstsumme will, findet ihn woanders.
- Chronische Vorerkrankungen: Sie sind ausgeschlossen. Wer damit lebt, sollte gezielt nach Anbietern mit Moratoriumsklausel fragen.
Wer hinter PassportCard steht
Der deutsche Marktauftritt läuft über die PassportCard Europe GmbH mit Sitz in Hamburg. Das Risiko tragen etablierte Versicherer: Der Executive-Tarif ist über AWP, eine Gesellschaft der Allianz, versichert, Expat Comprehensive und Expat Basic über den französischen Versicherer VyV/MGEN.
Im Bereich der internationalen Krankenversicherung ist PassportCard damit ein vergleichsweise junger Anbieter mit erfahrenen Risikoträgern im Hintergrund. Die Beiträge wurden bisher stabil gehalten, mit einer Anpassung wie sie in der Branche üblich ist.
Passt PassportCard zu dir?
Wenn dir schnelle, unkomplizierte Abwicklung wichtig ist und du nicht in Vorleistung gehen willst, ist PassportCard eine der stärksten Optionen am Markt. Wenn du älter als 64 bist, einen Schutz ohne Höchstsumme suchst oder mit einer chronischen Vorerkrankung lebst, passt ein anderer Anbieter besser.
Wir vermitteln PassportCard, aber wir vermitteln auch die Alternativen. Was in deiner Situation passt, klären wir in einem Gespräch, und das kostet dich nichts. Die Einordnung neben den anderen Anbietern steht im Vergleich für digitale Nomaden.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Antworten kompakt zusammengefasst.
Wie funktioniert die PassportCard-Karte genau?
Bis zu welchem Alter kann ich PassportCard abschließen?
Was kostet PassportCard im Monat?
Sind Zahnbehandlungen bei PassportCard mitversichert?
Werden chronische Vorerkrankungen von PassportCard versichert?
Ist PassportCard seriös?
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